Markus Adolph im Interview: Cyberresilienz beginnt beim Menschen

In einer digitalen Welt, in der Cyberangriffe zur täglichen Bedrohung geworden sind, ist Cyberresilienz ein Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg. Doch wahre Sicherheit entsteht nicht allein durch Technik – sie braucht die Menschen. Markus Adolph gibt Einblicke in die Sicherheitskultur der EBF und ermutigt andere Unternehme:innen, Cybersecurity zur Chefsache zu machen – mit den Menschen im Mittelpunkt.

Warum ist Cyberresilienz heute so wichtig?

In unserer digitalen Welt gehören Cyberangriffe leider zum Alltag – und das Risiko nimmt stetig zu. Technologien wie Künstliche Intelligenz und Quantencomputer werden unsere Sicherheitslandschaft tiefgreifend verändern. Daher müssen wir uns mit Hochdruck darauf vorbereiten, IT-Sicherheit in eine Zeit zu überführen, in der KI allgegenwärtig ist und Quantencomputer herkömmliche Verschlüsselung nutzlos machen könnten. Sicherheit muss eine Top-Priorität sein und ist entscheidend für den Unternehmenserfolg. Wer sich jetzt nicht umfassend damit beschäftigt, riskiert die Zukunft des Unternehmens.

Markus Adolph

Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der EBF

Markus

Keine leichte Aufgabe. Wie können sich Unternehmen sicher aufstellen?

Markus

Sicherheit muss Chefsache sein – darf aber nicht in der Chefetage bleiben. Für mich persönlich hat das Thema absolute Priorität und baut auf drei Säulen auf: auf einer klaren Strategie, innovativen Technologien und der kontinuierlichen Sensibilisierung aller Mitarbeiter:innen. Aufmerksame User:innen, die durch effektive Technologien und durchdachte Strukturen entlastet werden, bilden das Fundament einer starken Sicherheitskultur. Nur so kann nachhaltig ein hohes Schutzniveau sichergestellt und nur so können Bedrohungen rechtzeitig erkannt und entschlossen abgewehrt werden. Sicherheit ist Teamwork!

Wie sieht die Sicherheitskultur bei der EBF aus – wie werden Mitarbeiter:innen sensibilisiert?

Sicherheit braucht jeden Einzelnen und jede Einzelne – sie ist gemeinsame Verantwortung! Mir ist es unglaublich wichtig, dass sich unsere Mitarbeiter:innen nicht als potenzielle Schwachstelle, sondern als Teil der Lösung sehen. Dafür müssen wir ihnen die Angst nehmen und sie enablen. Wir setzen dabei auf regelmäßige Schulungen – interaktiv gestaltet – und führen kontinuierlich Phishing-Simulationen durch, die viele wertvolle Tipps vermitteln und Aha-Momente kreieren. Wer unsicher ist, bekommt jederzeit Unterstützung. Nur so wächst ein echtes Sicherheits-Bewusstsein – und Vertrauen in die eigene Fähigkeit, Angriffe zu erkennen. Und natürlich absolviere auch ich jede Schulung – Sicherheit braucht uns alle.

Markus

Wie können Technologien Mitarbeiter:innen entlasten und schützen? Welche Sicherheitslösungen sind bei der EBF im Einsatz?

Markus

Sicherheitstechnologien spielen eine essenzielle Rolle, um Mitarbeiter:innen zu unterstützen und zu entlasten. Sie bilden ein starkes Schutzschild. Wir setzen unter anderem auf leistungsstarke Firewalls, Virenscanner, UEM-Systeme, VPN- und Mobile Threat Defense-Lösungen, die viele Gefahren im Hintergrund abwehren. Ein effektives internes und externes Monitoring sorgt dafür, dass sicherheitsrelevante Ereignisse unmittelbar erkannt und Updates zeitnah durchgeführt werden. Außerdem stellen wir unseren Mitarbeiter:innen Tools zur sicheren Passwortverwaltung und verschlüsselten Dateiübertragung an Externe zur Verfügung – damit Unsicherheiten und Umwege gar nicht erst entstehen. Unser internes IT-Team leistet hier großartige Arbeit und bringt dabei Sicherheit und Usability in Einklang.

Auf welchen strategischen Überlegungen baut all das auf?

Unsere Sicherheit baut auf einer ganzheitlichen, risikobasierten Sicherheitsstrategie auf. Wir haben klare Verantwortlichkeiten, Strukturen, Prozesse und Richtlinien geschaffen – für alle zugänglich, verständlich und durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehört auch, dass wir regelmäßig überprüfen, wo wir stehen. Ein gut durchdachter Notfallplan sorgt dafür, dass alle wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Und bei all dem ist Transparenz ein zentraler Baustein: Wer weiß, welche Maßnahmen ergriffen werden und warum, entwickelt ein echtes Bewusstsein für Sicherheit.

Markus

Was würdest du Unternehmen raten, die ihre Cyberresilienz verbessern möchten?

Markus

Der Schlüssel zu mehr Cyberresilienz liegt in einer ganzheitlichen Herangehensweise. Identifizieren, bewerten und priorisieren Sie Risiken und leiten daraus Maßnahmen ab. Technische Lösungen sind essenziell – aber sie allein reichen nicht aus. Entscheidend ist: Nehmen Sie die Menschen mit! Schaffen Sie ein Bewusstsein dafür, dass jede:r einen wichtigen Beitrag leisten kann – und muss. Kombinieren Sie dies mit den richtigen Technologien und klaren Prozessen. Und: Bleiben Sie dran! Sicherheit ist kein Projekt mit einem Enddatum. Sicherheit muss Teil der Haltung eines Unternehmens sein und sich ständig weiterentwickeln. Wenn alle an einem Strang ziehen, ist Sicherheit nicht nur gemeinsame Verantwortung, sondern gemeinsamen Stärke.

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