Was ist das Unified Endpoint Management?

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Zuerst waren das „Mobile Application Management“ und „Mobile Device Management“ in aller Munde, dann folgte der Begriff „Enterprise Mobility Management“ – und nun ist immer häufiger vom „Unified Endpoint Management“ die Rede. Wie unterscheiden sich die vier Begriffe und was steckt hinter dieser Entwicklung?

Mobile Application Management (MAM)

Das Mobile Application Management macht es möglich, Anwendungen zentral zu steuern und zu verwalten – und zwar sowohl Unternehmens-Apps als auch öffentliche Applikationen. Es regelt, welche Apps benutzt werden können und kann dies unter anderem mithilfe von White- und Blacklisten festlegen. Das Mobile Application Management grenzt sich von dem Begriff des Mobile Device Management insofern ab, als dass es beim MAM ausschließlich um das Management von Applikationen geht. Die Verwaltung mobiler Endgeräte ist hierüber nicht möglich.

Mobile Device Management (MDM)

Beim Mobile Device Management geht es ausschließlich um die zentrale Verwaltung von Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Über eine einzige Plattform können Geräte konfiguriert, kontrolliert und abgesichert werden. Im Falle eines Verlustes oder Diebstahls können Daten auf den Geräten gelöscht werden.

 

Enterprise Mobility Management (EMM)

Das Konzept des Enterprise Mobility Management vereint das Mobile Application Management und das Mobile Device Management. Hier ist es über eine einzige zentrale Plattform möglich, sowohl die mobilen Endgeräte als auch deren Anwendungen und Inhalte zu verwalten.

Durch die Device Enrollment Programme von Apple, Google und Samsung ist es möglich, dass die Inbetriebnahme der Geräte schnell und einfach und ohne Konfigurationsaufwand für den Nutzer gelingt und die Geräte dabei automatisch unter die Verwaltung des EMM gestellt werden.

Unified Endpoint Management (UEM)

Das Unified Endpoint Management geht nun noch einen Schritt weiter und beschränkt sich nicht auf mobile Geräte. Es bezieht sich auf sämtliche Endgeräte – vom Mobilgerät bis hin zum Desktop-PC, von iOS und Android bis hin zu macOS und Windows – und ermöglicht deren zentrale Verwaltung über eine Plattform.

Dabei bietet das Unified Endpoint Management den Nutzern von Laptops und Desktop-Rechnern ein ebenso positives Nutzererlebnis bei der Inbetriebnahme wie den Nutzern von mobilen Endgeräten: Dank Apple DEP und Autopilot für Windows 10 sind die Endgeräte direkt betriebsbereit und es werden bei der Inbetriebnahme ohne Aufwand für den Nutzer alle notwendigen Komponenten und Applikationen gemäß der Unternehmensrichtlinien installiert. So müssen die Geräte im Vorfeld nicht mehr aufwändig durch die IT-Abteilung vorbereitet werden.

Was ist Hintergrund dieser Entwicklung?

Der digitale Arbeitsplatz ist das Arbeitsmodell der Zukunft, bei dem Grenzen immer mehr verschwimmen. Neben Faktoren wie dem Wandel der Unternehmenskultur und der Führungsansätze, spielen Technologien hierbei eine essentielle Rolle. Denn nur mit deren Hilfe, wird digitales, orts- und zeitunabhängiges Arbeiten effizient und sicher möglich.

Während in der Vergangenheit viele Insellösungen zum Einsatz kamen, wird es heute immer wichtiger, dass Technologien miteinander vernetzt sind: Damit Mitarbeiter auf der einen Seite Prozesse geräteübergreifend ausführen können und die IT auf der anderen Seite wenig Aufwand hat und Sicherheitsrisiken sowie Fehler minimiert werden.

Das Unified Endpoint Managements setzt genau hier an und ermöglicht eine Verwaltung aller Endgeräte über eine zentrale Plattform und sorgt so für mehr Sicherheit, Effizienz und ein positives Nutzungserlebnis. Zugriffe können auf Basis von intelligenten Richtlinien verwaltet und Benutzerkonten und Daten effektiv geschützt werden. Eine hohe Transparenz von Nutzeraktivitäten ermöglicht es, Unregelmäßigkeiten und Angriffe frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Offene Schnittstellen und Integrationsmöglichkeiten sorgen dafür, dass die UEM-Systeme sinnvoll verknüpft und langfristig genutzt werden können. Das Unified Endpoint Management ist daher für Unternehmen ein großer Mehrwert und eine Lösung, mit der Unternehmen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen gut aufgestellt sind.

Unterstützen die Anbieter das Unified Endpoint Management?

Die führenden Anbieter in diesem Bereich – MobileIron, Microsoft, VMware, BlackBerry, IBM und jamf – tragen dieser Entwicklung Rechnung und haben ihre Lösungen so weiterentwickelt, dass sie das zentrale Management aller Endgeräte – also das Unified Endpoint Management – möglich machen. MobileIron steht mit dem eigenen Namen dafür, die Lösung von Microsoft heißt Microsoft Intune, die von VMware Workspace ONE, bei IBM ist es MaaS360, bei jamf sind es jamf PRO und jamf NOW und bei BlackBerry ist der Name Programm: BlackBerry® UEM.

Crisp Research und auch Gartner führen regelmäßig einen Vergleich von UEM-Anbietern durch. Dadurch erhalten Sie eine Orientierungshilfe, welche Lösung für Sie die passende ist. Und auch wir beraten Sie gerne hinsichtlich der passenden Anbieterauswahl für Ihr Unternehmen und helfen Ihnen dabei, ein UEM-System einzuführen, das System zu wechseln oder Ihre bereits genutzte Lösung weiter auszuschöpfen. So lassen sich beispielsweise auch stationäre Geräte wie Laptops mit dem Betriebssystem Windows 10 oder macOS in UEM-Systeme einbinden.

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