Microsoft Copilot – wir wollen wissen, was der KI-Assistent kann

Microsoft Copilot test

Microsoft Copilot ist schon eine ganze Weile in aller Munde und die Neugier groß: Wie kann uns der Assistent im Arbeitsalltag helfen? Wie müssen wir ihn bedienen? Wo liegen Grenzen? Auf all diese Fragen wollten auch wir Antworten finden und haben Microsoft Copilot daher in unseren Arbeitsalltag integriert und getestet. In unserem Blogartikel berichten wir von unseren Erfahrungen.

Keine leichte Aufgabe – die Erwartungen an einen KI-Assistenten sind groß

Eine Befragung vom Digitalverband Bitkom zeigt, dass 73% KI (eher) als Chance betrachten, während 24% (eher) eine Gefahr darin sehen. In Unternehmen – so zeigt eine andere Bitkom-Studie – werden die Chancen bisher jedoch wenig genutzt: 68% sehen KI zwar als wichtigste Zukunftstechnologie, doch nur bei 15% kommt sie zum Einsatz. Das liegt sicher auch daran, dass häufig unklar ist, wie KI angewendet werden kann und ob die KI-basierten Tools überhaupt schon gut genug sind. Denn eines ist klar: Die Erwartungen an KI sind hoch – auch an KI-Assistenten. So erwarten viele, dass ein KI-Bot
  • …Aufgaben zuverlässig, effizient, genau und konsistent ausführt
  • …einfach zu nutzen ist und dennoch die Fähigkeit besitzt, komplexe Anfragen zu bearbeiten – ohne Datenschutz oder Datensicherheit zu missachten
  • …über ein ausgeprägtes natürliches Sprachverständnis verfügt
  • …in der Lage ist, Dinge in den richtigen Kontext zu bringen
  • …mit der Zeit dazulernt und sich anpasst.
Keine leichte Aufgabe! Doch nur so kann eine KI-Lösung sowohl die Produktivität als auch die Entscheidungsfindung verbessern und dabei nicht nur Abläufe optimieren, Arbeit abnehmen und innovative Lösungen fördern, sondern auch das Vertrauen innerhalb von Organisationen und bei Kunden gewinnen. Und genau das sollte das Ziel sein.

Erste KI-Lösungen zeigen, wohin die Reise geht

Sicherlich haben schon viele ihre ersten Versuche mit KI-Tools wie ChatGPT unternommen und sowohl spaßige als auch ernsthafte Anfragen gestellt. Mittlerweile gibt es viele Bereiche, in denen KI-Tools mitwirken. Sie lassen erahnen, welches Potenzial KI-Assistenten haben.

Wie sind unsere Erfahrungen mit Copilot?

Ob es um die Kommunikation per Mail, Chat oder Meeting geht oder eine Präsentation oder Excel-Tabelle erstellt werden muss – es gibt viele Situationen, in denen ein KI-Assistent unheimlich praktisch sein könnte. Kann Copilot bei solchen Themen einen Mehrwert stiften?

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Erstellung von PowerPoint-Präsentationen

Wir haben Copilot gebeten, Folien zu einem bestimmten Thema in unserem Corporate Design zu erstellen. Die Folien entsprachen leider nicht unseren Designstandards und auch inhaltlich waren die Texte kaum passend. Für einen einheitlichen, der Marke entsprechenden Auftritt und eine inhaltlich wertvolle Präsentation war noch einige Arbeit zu leisten.

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Mails in Outlook

Copilot hilft beim Verfassen von E-Mails, schafft es jedoch nicht, Texte passend zu personalisieren, den Gesamtkontext mit einzubeziehen und bietet Inhalte häufig in unpassender Form an. Ein Überarbeiten der Mails ist daher in fast allen Fällen erforderlich. Wertvoll ist Copilot jedoch, wenn es darum geht, E-Mails zusammenzufassen. Dies klappte selbst bei E-Mail-Konversationen, die aus mehreren E-Mails bestanden. Das spart Zeit.

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Funktionalität in Teams

Der KI-Assistent fasst Besprechungen und Chats sowie daraus resultierende ToDos erstaunlich gut zusammen. Beim Transcripting von Terminen wird nicht jedes Wort richtig erkannt, dennoch ist auch das Ergebnis hilfreich. Auf diese Weise kann Copilot bei der immer größer werdenden Anzahl von Chats, Teams, Channeln und Meetings unterstützen und erlaubt es, nicht bei jedem Meeting teilnehmen zu müssen. Das kann Zeit sparen und die Zusammenarbeit vereinfachen. Aber nichtsdestotrotz ersetzt Copilot die persönliche Meeting-Teilnahme sicher nicht. 🙂

thumbs intermediate

Anwendung in Excel

Copilot konnte unsere Anfragen nicht abbilden und hatte insbesondere bei der Datenvisualisierung Probleme. Daher sehen wir derzeit keinen nennenswerten Nutzen in Excel. Aber das muss nicht so bleiben: Wir sind gespannt, was eine mögliche Integration mit Power BI für Möglichkeiten eröffnet. Die könnte vielversprechend sein.

Was sind zwei zentrale Erfolgsfaktoren für Copilot?

  • Unternehmen müssen zunächst herausfinden, bei welchen Szenarien KI in ihrem Unternehmen sinnvoll ist: Wo sind KI-Assistenten nur Spielerei? Wann können sie wirklich helfen? Und wie genau sollten sie dann von wem eingesetzt werden
  • Mitarbeiter:innen müssen hierbei gut begleitet werden, damit sich der Invest für das Unternehmen auch lohnt. Denn: Auf das richtige „Prompten“ kommt es an, also auf die passenden Anweisungen, und das will gelernt sein!

Unser Fazit zu Copilot

Der Nutzen von Copilot hängt stark vom jeweiligen Anwendungsfall und den Prompting-Skills der Anwender:innen ab. Richtig angewendet kann Copilot bei Teams und Outlook durch Zusammenfassungen Zeit sparen und Orientierung bieten. Bei der persönlichen Ansprache und kreativen Aufgaben sind die Ergebnisse jedoch weniger zufriedenstellend. Die Entscheidung, Copilot zu implementieren, und die Auswahl des Nutzerkreises sollte aufgrund der nicht unerheblichen Kosten daher sorgfältig überlegt und die Einführung gut begleitet sein.

Aber eines ist wohl sicher: Es lohnt sich, die Entwicklungen weiterzuverfolgen. Denn dies ist sicherlich erst der Anfang. Und noch größeren Nutzen wird Copilot sicherlich dann stiften, wenn verschiedene Systeme angebunden sind und der Assistent auch den Kontext besser versteht.

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