UEM-Wechsel: EBF Onboarder vs. neue Apple Migrationsoption
2015 hat die EBF den EBF Onboarder auf den Markt gebracht – ein Tool, mit dem Geräte, ganz gleich, ob iOS, macOS, Android oder Windows, automatisiert migriert werden können. Fast 3 Millionen Geräte haben wir bisher migriert und User:innen und Admins mit der Einfachheit, der gelungene Kommunikation und der Transparenz begeistert. Auch Apple hat jetzt – 10 Jahre später – erkannt, dass Unternehmen Unterstützung beim Wechsel eines UEM-Systems brauchen und hat für den Herbst Migrationsmöglichkeiten mit dem Apple Business Manager angekündigt. Wir ziehen einen Vergleich der beiden Optionen – und werfen auch einen Blick darauf, wie der EBF Onboarder von den Entwicklungen bei Apple profitiert.
Was hat Apple angekündigt?
Apple hat auf der WWDC 2025 versprochen, dass Unternehmen iOS- und macOS-Geräte ab dem Herbst über den Apple Business Manager von einem UEM-System zu einem neuen migrieren können – ohne Factory Reset und ohne manuelles Enrollment.
Wie soll der Prozess ablaufen?
- Im Apple Business Manager legen Admins fest:
- welche Geräte migriert werden sollen
- welches das Ziel-UEM-System ist
- was die Deadline für die Migration ist
- Nach Bestätigung der Einstellungen werden User:innen über eine kurze Push Notification aufgefordert, die Migration durchzuführen.
- User:innen können die Migration entweder sofort durchführen oder „Jetzt nicht“ auswählen.
- Sobald User:innen die Migration anstoßen, lädt das Gerät das neue UEM-Profil runter und installiert es.
- Haben User:innen die Migration zum Zeitpunkt der Deadline noch nicht abgeschlossen, so wird die Migration erzwungen. Sie erhalten erneut eine Aufforderung zur Migration, die nicht weggeklickt werden kann.
- Admins können im neuen UEM-System sehen, welche Geräte bereits zum neuen UEM-System migriert sind.
Wo liegen die Unterschiede zum EBF Onboarder?
Es gibt zahlreiche Unterschiede zwischen einer Apple Business Manager-Migration und dem EBF Onboarder. Für Unternehmen relevant sind vor allem folgende Aspekte:
Übersicht

Was zeigt unsere Erfahrung von fast 3 Millionen migrierten Geräten?
- Gerade die Kommunikation rund um eine Migration ist entscheidend für eine hohe User-Beteiligung. Wird nicht erklärt, warum eine Migration notwendig ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass User:innen die Migration anstoßen. Wird nicht regelmäßig an die Migration erinnert, so verzögert sich der Prozess.
- Wahlmöglichkeiten für User:innen sind wichtig, damit die Migration den Betriebsablauf nicht stört. Bekommen User:innen lediglich eine Notification und klicken diese weg, weil es gerade nicht passt oder sie die Aufforderung nicht einordnen können, so ist beim Apple-Weg sehr wahrscheinlich, dass die Migration am Ende erzwungen wird und zu einem Zeitpunkt stattfindet, der den User:innen nicht passt.
- Reporting-Möglichkeiten sind wichtig, um eventuelle Probleme frühzeitig identifizieren und den Projektfortschritt nachverfolgen zu können. Vor allem wenn die Kommunikation auf den Status-Informationen aufsetzt und beispielsweise ein Reminder für noch nicht migrierte Geräte verschickt wird, wird der Prozess deutlich beschleunigt – ohne User:innen unnötig zu belästigen.
Wie kann der EBF Onboarder von Apples Update profitieren?
Wenn Apple Migrations-Optionen anbietet, dann werden wir natürlich hellhörig – und zugegebenermaßen kurz nervös 🙂. Doch das war unbegründet: Denn der EBF Onboarder hat gegenüber einer Apple Business Manager-Migration nicht nur zahlreiche Vorteile und wir tiefgreifende Migrationserfahrung – der EBF Onboarder wird sogar von dem kommenden Update profitieren. Warum? Schon jetzt sind auf User-Seite nur wenige Schritte notwendig, um die Migration durchzuführen. Und in Zukunft – da können wir diese Schritte durch eine Integration für DEP-Apple-Geräte noch weiter abkürzen und auf einen einzigen Klick reduzieren. Hierfür wird kein Browser mehr notwendig sein.
Welche Fragen sind noch offen?
Einige Informationen sind bisher noch nicht bekannt und in Beta-Versionen nicht ersichtlich. So ist beispielsweise noch nicht klar, ob es die Möglichkeit geben wird, festzulegen, dass eine Migration nicht angestoßen wird, wenn ein Gerät nur WLAN-Verbindung hat. Da diese beim Unenrollment entzogen wird, wäre ein Enrollment im neuen UEM-System dann nicht möglich.
Fazit
Die Entwicklungen bei Apple sind definitiv spannend! Nicht, weil sich hier eine echte Migrations-Alternative auftut – sondern vor allem, weil Apples Vorstoß neue Optionen für uns eröffnet, um den Migrationsprozess noch einfacher zu machen.
Eine echte Option für den UEM-Wechsel ist der Apple Business Manager wohl nur für wenige Unternehmen. Und das nicht nur, weil der Anwendungsraum stark begrenzt ist, sondern vor allem, weil viele der Aspekte nicht bedient werden, die sich in 10 Jahren bei rund 3 Millionen migrierten Geräten als besonders wichtig herausgestellt haben: starke Kommunikation, hohes User-Commitment, wenig Support-Aufwand und Transparenz.
Wer UEM-Systeme erfolgreich migrieren möchte, setzt daher auf eine Lösung, die weit mehr ist als ein Migrations-Tool.





